Workshop: Strategien der Kommunikation und des Umgangs mit Konflikten im Kontext von Erinnerung und Gedenken
Berlin (Treptower Park)
Am 9. Mai 2026 um 14:00 Uhr findet in Berlin ein Workshop „Strategien der Kommunikation und des Umgangs mit Konflikten im Kontext von Erinnerung und Gedenken“ statt. Die Veranstaltungssprache ist Russisch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Wir besprechen folgende Fragen:
- Wie kann man akzeptieren, dass Menschen unter dem Einfluss aggressiver Propaganda autoritärer Regime – etwa des heutigen Russlands – selbst durch Fakten und überzeugende Argumente nicht umzustimmen sind? Was tun, wenn es um Familienangehörige oder nahestehende Personen geht?
- Wie kann man die toxische Atmosphäre an sowjetischen Ehrenmalen aushalten, die am 9. Mai Jahr für Jahr durch aggressiv auftretende Besucher*innen unter dem Einfluss von Propaganda und Alkohol entsteht?
- Gibt es konkrete Schutzmechanismen (Atemübungen, Affirmationen etc.), die spontan und ohne besondere Vorbereitung angewendet werden können?
- Wie kann man eine reflektierte Haltung zu Erinnerung und Gedenken in Diskussionen konstruktiv vermitteln – also ohne Aggression und ohne sich rechtfertigen zu müssen?
Referentin: Anna Tomarovskaya
Der Workshop ist Teil der zweitägigen Aktion „Gedenken gegen den Krieg: 2026“, die am 8. und 9. Mai bereits zum fünften Mal im Treptower Park stattfindet. Das Programm umfasst mehrsprachige kritische Beiträge, Ausstellungen, eine interaktive Gedenkwebsite, Beratungsangebote und psychologische Unterstützung sowie Beiträge mit Musik, Poesie und Lesungen.
Der Workshop wird von Demokrati-JA mit Unterstützung des Bundesverbandes russischsprachiger Eltern e. V. im Rahmen des Projekts „Kooperationsverbund für Vielfalt und Zusammenhalt: Chancengerechtigkeit in der pluralen Gesellschaft“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durchgeführt.