BVRE auf Bundesebene: Beteiligung an zentralen Diskussionen zur Integration
Das Team des Bundesverbands russischsprachiger Eltern e.V. (BVRE) nahm an zwei Treffen auf Bundesebene teil. Im Fokus standen Integration, die Rolle von Migranti*innenorganisationen in diesem Prozess sowie der Zugang von Migrant*innen aus der Ukraine zum Arbeitsmarkt. Der BVRE e.V. brachte dabei konkrete Vorschläge und Lösungsansätze ein, die auf der Praxis unserer Organisationen basieren.
Staatsministerin Natalie Pawlik, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration sowie Beauftragte der Bundesregierung für Antirassismus, lud Migrant*innenorganisationen zum Dialog ein. Zu ihren Schwerpunkten zählen Bildung und Sprachförderung, Integration durch Arbeit, eine stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen sowie der Kampf gegen Rassismus.
Den BVRE e.V. vertraten bei diesem Treffen Olga Sperling (Vorstandsmitglied des BVRE e.V., Leiterin von Ausländerrat Dresden e.V.) sowie Diana Sandler (Leiterin der BVRE-Mitgliedsorganisation Diamant e.V. und Antisemitismusbeauftragte des BVRE e.V.).
Für den BVRE e.V. ist entscheidend: Migrant*innenorganisationen dürfen nicht nur projektweise eingebunden werden. Sie müssen strategische Partner*innen auf struktureller Ebene sein. „Wir sind selbst migriert und kennen die Hürden und Systeme aus eigener Erfahrung. Diese gelebte Expertise bringen wir in die Begleitung ein – und genau das macht den Unterschied“, sagt Olga Sperling.
In derselben Woche fand in Berlin ein weiteres Treffen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales statt. Thema war die Arbeitsmarktintegration von Menschen aus der Ukraine.
Daran nahmen Wladimir Weinberg (BVRE e.V.), Victor Ostrovsky (BVRE-Vorstandsmitglied, PHOENIX-Köln e.V.) sowie Olga Dudko und Olga Boguslavski (Vorstand des Bundesverbandes ukrainischstämmiger Familien, Senioren, Frauen und Jugendlichen e.V.) teil.
Unsere drei Organisationen verbindet das Projekt „Zukunft ermöglichen durch bildungsadäquate Beschäftigung und Anerkennung – gestaltet von Migrantischen Selbstorganisationen (MSO)“ (ZEBRA), das im Rahmen des Förderprogramms „IQ – Integration durch Qualifizierung“ umgesetzt wird.
Besprochen wurden unter anderem der rechtliche Status ukrainischer Geflüchteter nach dem Auslaufen des §24, mögliche weitere Regelungen sowie konkrete Schritte der Begleitung – von der Anerkennung von Abschlüssen bis zur nachhaltigen Arbeitsbeschäftigung.
Im Anschluss an das Treffen im Bundesministerium für Arbeit und Soziales hatte das Team des Projekts ZEBRA zudem die Möglichkeit zu einem weiteren Austausch mit Staatsministerin Natalie Pawlik.
Die Treffen in Berlin haben gezeigt: Die Expertise unserer Organisationen ist auf Bundesebene gefragt. Wir setzen nicht nur Projekte um – wir bringen unsere Praxis in Diskussionen ein, in denen integrationspolitische Entscheidungen in Deutschland vorbereitet werden.