Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt mit Unterstützung von Migrantenorganisationen

Olga Groznaya · 

Im Günter-Feldmann-Zentrum in Frankfurt am Main kamen über 40 Menschen mit Migrationsgeschichte zusammen. Sie haben unterschiedliche Gründe für ihre Migration: Einige sind vor dem Krieg geflohen, andere kamen über staatliche Programme nach Deutschland. Was sie verbindet, ist der Wunsch, sich beruflich zu verwirklichen und eine qualifikationsgerechte Beschäftigung zu finden. Dabei unterstützt das Projekt „Zukunft durch Anerkennung und Beschäftigung im erlernten Beruf (ZEBRA)“.

Projektleiter Wladimir Weinberg informierte die Teilnehmenden über das Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung, über Qualifizierungsmöglichkeiten, Anerkennungsberatung und weitere Angebote, die den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern.

„Viele Menschen verfügen bereits über gute Sprachkenntnisse, eine Ausbildung und Berufserfahrung. Dennoch ist es oft schwierig, den Weg zu einer qualifikationsgerechten Beschäftigung in Deutschland zu verstehen“, so Wladimir Weinberg.

Im Jahr 2026 sind im Rahmen von ZEBRA 104 kostenlose Informationsveranstaltungen geplant – teilweise auf Ukrainisch, teilweise auf Russisch. Sie vermitteln Wissen über die vielfältigen Angebote des IQ-Programms.

Мероприятие в Ханау с Planeta e.V.

„Wir haben gemeinsam mit dem Steinbeis Institute for Effective Management eine Online-Veranstaltung zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz durchgeführt – mit über 150 Anmeldungen. Außerdem wurden IQ-Projekte für Ingenieur*innen in Baden-Württemberg, für Finanzfachkräfte in Mannheim und für pädagogische Berufe in Hamburg vorgestellt. Die Teilnehmenden interessieren sich gezielt für konkrete Angebote“, erklärt Projektkoordinatorin Victoria Golub.

Auch das Projektteam bildet sich kontinuierlich weiter. Das IQ-Programm deckt ein breites Themenspektrum ab – von der Anerkennung der Abschlüsse bis hin zu Qualifizierung und Arbeitsmarktintegration.

„Diese Themen sind für unsere Zielgruppe zentral. Wir müssen sie gut kennen, um Menschen dabei zu unterstützen, passende Schritte für ihren individuellen Weg zu finden“, sagt Olga Dudko vom Bundesverband ukrainischstämmiger Familien, Senioren, Frauen und Jugendlichen (BVUFSFJ e.V.), Projektpartner.

Viele Teilnehmende nutzen bereits Mentoring- und Coachingangebote des Partners Phoenix Köln e.V. Diese individuelle Begleitung hilft, eigene Potenziale zu erkennen, den beruflichen Weg zu klären und konkrete Schritte in Richtung Arbeitsmarkt zu gehen.