Jährliche Mitgliederversammlung des BVRE e.V.: Bilanz und Beschlüsse

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Vertreter*innen von 44 der insgesamt 51 Mitgliedsorganisationen des BVRE e.V. nahmen an der jährlichen Mitgliederversammlung teil, die am 2. November 2026 online stattfand.

Die Teilnehmenden hörten die Berichte des BVRE-Geschäftsführers Wladimir Weinberg und der Vorstandsmitglieder. Wladimir Weinberg stellte die Arbeit des Verbandes in fünf zentralen Bereichen vor. Dazu gehörten die Projekte ZEBRA, Kommunal Aktiv, Click & Change!, der „Kooperationsverbund für Vielfalt und Zusammenhalt: Chancengerechtigkeit in der pluralen Gesellschaft“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie Maßnahmen der politischen Bildung, die von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert werden.

Die Vorstandsmitglieder berichteten über die Ergebnisse ihrer Arbeit und ihre Pläne zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen, zur beruflichen Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte sowie zur Unterstützung von Familien und Bildungsinitiativen. Ein weiterer Schwerpunkt war die Suche nach zusätzlichen Finanzierungsmöglichkeiten, die nicht an einzelne Projekte gebunden sind. Die Arbeit des Geschäftsführers und des Vorstands wurde als zufriedenstellend bewertet.

Auch finanzielle Fragen standen auf der Tagesordnung. Einzelne Punkte zum Finanzbericht für 2024 wurden geklärt. Darüber hinaus wurden der Finanzbericht für 2025 sowie die Finanzprognose für 2026 vorgestellt, die ein positives Jahresergebnis erwarten lässt.

Die Mitgliederversammlung wählte eine neue Kommission für Antidiskriminierung des BVRE. Ihr gehören Galina Arbeth (WESNA e.V.), Vladimir Papkov (Norddeutscher Koordinierungsrat der russischsprachigen Bürger e.V.) und Andrey Beltyugov (Quarteera e.V.) an. Die Kommission achtet auf die Einhaltung der Antidiskriminierungsgrundsätze bei den Aktivitäten des BVRE, nimmt Meldungen über Diskriminierung bei Veranstaltungen und in Projekten des Verbandes entgegen und wirkt an Empfehlungen zur Schaffung eines sicheren und respektvollen Umfelds mit. Ihre Zuständigkeit erstreckt sich nicht auf interne Angelegenheiten der Mitgliedsorganisationen.

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung regten Vertreter*innen von fünf Organisationen an, die Bedeutung der 2024 verabschiedeten „Erklärung zu den Grundprinzipien der Arbeit vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine“ zu diskutieren. Es wurde beschlossen, eine schriftliche Antwort auf das Anliegen vorzubereiten und ein gesondertes Treffen mit den interessierten Organisationen zu diesem Thema durchzuführen.