Zukunft durch Arbeitsmarktintegration: sechs Monate des Projektes ZEBRA

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Anfang 2026 startete der BVRE e.V. gemeinsam mit den Partnerorganisationen — dem Bundesverband ukrainischstämmiger Familien, Senioren, Frauen und Jugendlichen e.V. (BVUFSFJ e.V.) und dem Kultur- und Integrationszentrum PHOENIX-Köln e.V. — das Projekt „Zukunft ermöglichen durch bildungsadäquate Beschäftigung und Anerkennung – gestaltet von migrantischen Selbstorganisationen (MSO)“ / ZEBRA. Es ist ein neuer Schwerpunkt im Bundesprogramm „IQ – Integration durch Qualifizierung“ und trägt dazu bei, Menschen mit Migrationsgeschichte auf die Angebote des Programms aufmerksam zu machen. Nun ziehen wir eine erste Bilanz des Projekts.

Im Rahmen des Projekts ZEBRA nahmen fast 2.000 Menschen an Informationsveranstaltungen teil, davon erhielten rund 300 Personen individuelle Beratung.

Die zentrale Aufgabe des Projekts ist es, auf Russisch und Ukrainisch über die Möglichkeiten des Programms „IQ – Integration durch Qualifizierung“ zu informieren. Diese Möglichkeiten sind sehr vielfältig: Beratung zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Qualifizierungsangebote, Vorbereitung auf den Einstieg in den Arbeitsmarkt, Unterstützung bei der Suche nach einem passenden beruflichen Weg sowie Zugang zu Projekten, die den Weg in eine bildungsadäquate Beschäftigung erleichtern.

In der ersten Jahreshälfte führte das Projektteam 64 Veranstaltungen auf Russisch und Ukrainisch durch. Die Treffen fanden online und vor Ort statt. In vielen Städten kamen die Teilnehmenden selbst bei Temperaturen von knapp 40 Grad zusammen.

Die Themen waren vielfältig: Einstieg in den Arbeitsmarkt, Mangelberufe, Unterstützungsstrukturen für die Arbeitsmarktintegration sowie konkrete Projekte im Rahmen des IQ-Programms — für Pädagog*innen, medizinische Fachkräfte, Ingenieur*innen, Buchhalter*innen und weitere Fachkräfte.

Besonders großes Interesse weckte das Thema KI — künstliche Intelligenz, darunter auch Lern- und Zertifizierungsmöglichkeiten in diesem Bereich. Für viele Teilnehmende wurde daraus ein konkreter nächster Schritt: Sie meldeten sich zu Kursen an und haben bereits mit der Weiterbildung begonnen.

Ein Teil der Teilnehmenden nutzt inzwischen Angebote des IQ-Programms und nimmt an Projekten teil, die dabei helfen, die eigene Qualifikation zu erweitern, sich auf die Anerkennung des Abschlusses vorzubereiten oder der Arbeit im erlernten Beruf näherzukommen.

In der zweiten Jahreshälfte setzt ZEBRA seine Arbeit fort. Geplant sind weitere 64 Informationsveranstaltungen auf Russisch und Ukrainisch. Wir freuen uns auf alle, denen bildungsadäquate Beschäftigung, die Anerkennung von Qualifikationen und eine berufliche Zukunft in Deutschland wichtig sind.

Das Projekt "Zukunft ermöglichen durch bildungsadäquate Beschäftigung und Anerkennung gestaltet von Migrantischen Selbstorganisationen (MSO)" (ZEBRA) wird im Rahmen des Förderprogramms IQ – Integration durch Qualifizierung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesagentur für Arbeit.

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